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5. Etappe: Von Florida nach New Orleans
Am 08. März
2000 besteigen wir in Düsseldorf das Flugzeug der Continental Airlines,
der zweite Teil unserer USA Reise soll beginnen:
In Miami
wartet unser Freund Luis schon am Flughafen, und eine Stunde später
sehen wir auf seiner Garageneinfahrt unser Wohnmobil wieder, die "Sea Breeze"
, von Luis gut gepflegt und auch gelegentlich belüftet.
Schon am nächsten
Morgen machen wir unser Auto startklar und kaufen Lebensmittel ein (Becks
Bier ist im Sonderangebot) .
Luis wohnt nur
1 1/2 Stunde entfernt vom Aningha-Trail im Everglades NP, und nachmittags
packen wir unsere Kameras ein und freuen uns auf unseren ersten Ausflug.
Ich bin ganz stolz
auf mein neues 70-200, 2.8 Canon Objektiv, dicker und schwerer als alles,
was ich je zuvor besessen habe. Unter all den Profi-Tierfotografen mit
ihren 600mm oder 800mm wirkt es allerdings eher zierlich und sehr bescheiden.
Da kann sich Heiner mit seiner Hasselblad schon eher sehen lassen, allerdings
ebenfalls ohne grosses Tele, wir sind eben keine Tierfotografen.
Die Tiere sind jetzt
im März zahlreicher denn je, hatten wir das Auftauchen eines Krokodils
im November noch bestaunt, liegen sie jetzt reihenweise im Wasser oder
am Ufer und sonnen sich.
Unterschiedlichen
Vogelarten sind zahlreich vertreten, auch die Anzahl der Fotografen hat
sich im Vergleich zum November vervielfacht.
Zwei Tage lang fahren
wir mit Luis in die Everglades, am dritten Tag zieht es uns aber schon
weiter.
Wir fahren die Golfküste
Richtung Norden zu Marco Island, wo Nicodemo Rinaldis (Ihr erinnert
Euch, "eine unglaubliche Begegnung" aus dem 1. Teil unserer Reise) und
seine Frau Carmela Urlaub machen.
Die Wiedersehensfreude
ist groß.
Tagsüber zeigt
uns Nico wieder seine fotografischen Lieblingsplätze, z.B. den Corkscrew
Swamp Sanctuary, und abends kocht Carmela für uns, gecampt haben
wir auf einem Gästeparkplatz ihres Appartments. Die Anlage heisst
übrigens auch "Seabreeze", wenn das kein gutes Omen ist!
Nach 3 Tagen verabschieden wir uns von den beiden und ziehen langsam nordwärts, immer die Golfküste entlang, von Campground zu Campground, wenn möglich mit Beach und Pool. Für ein paar Tage steht Erholung auf dem Programm. Heiner beschäftigt sich mit unserer Reiseliteratur und der Route, ich bevorzuge eines der vielen Taschenbücher, von denen ich in einer Public Library 20 Stück geschenkt bekommen habe.
Nur einmal werden wir aus unserer Ruhe gerissen, wir hören im Radio eine Tornado-Warnung für Tallahassee, und genau da befinden wir uns gerade. Vorsichtshalber suchten wir ein Motel auf und fragten die Besitzerin, was in einem solchen Fall zu tun sei. "Cross your fingers and pray", meint sie. Das schien gewirkt zu haben, denn unsere Sea Breeze steht am nächsten Tag noch unversehrt vor der Moteltür.
Am 22.03.00 verlassen
wir Florida und überqueren die Grenze nach Alabama.
Schon bald erreichen
wir den nächsten Bundesstaat, Mississippi. Erstaunlicherweise
fliesst hier gar nicht der Mississippi, den sehen wir erst in, Louisiana.
Hier ist unser Ziel New Orleans, mit der Hoffnung, das Südstaaten-Feeling
zu entdecken.