Indexseite
San Francisco -
Yellowstone
Yellowstone -
Chicago
Niagara Falls -
Neuengland
Pennsylvania -
Florida
Florida -
New Orleans
New Orleans -
Las Vegas
Das Colorado 
Plateau
 Oregon +
Washington
Klicke auf das Bild um es gross zu sehen

2. Etappe: Vom Yellowstone NP über die Great Lakes nach Chicago

Wir fahren gemütlich , schauen uns viel an, und erreichen nach einer Woche einen unserer Lieblingsparks, den Yellowstone NP. Eine Woche wollen wir dort verbringen. Weil wir zum zweiten Mal hier sind, wissen wir schon recht gut, welche Plätze die fotografisch interessantesten sind. Besonders morgens steigt der dampfende Nebel aus allen Wiesen empor, und auch dieSonnenuntergänge am Great Fountain Geysir sind immer wieder schön.
In unserem Wohnmobil  können wir hervorragend schlafen, und abends wird lecker gekocht  (New York Steak , Tenderloin, Lachssteak, Garnelen) . Heiner geniesst das Essen mit Millers Genuine Draft Bier, ich bevorzuge Chardonnay.
Wir übernachten auf Campgrounds, aber auch gelegentlich auf Casinoparkplätzen, Supermarktparklätzen (Vorteil: Morgenzeitung und frische Brötchen)!, oder auch mal mitten im Wald.
Kontakt mit Familie und Freunden halten wir über Telefon, vor allem aber über das Internet (emails). Jeder kleinere Ort hat eine „Public Library“ und jede dieser Büchereien hat Internetzugang, den man kostenlos nutzen kann.
Weitere Höhepunkte bietet das Stück zwischen Yellowstone NP und den Great Lakes. Am besten gefällt uns die amerikanische Antwort auf das englische Stonhenge im Süden von Nebraska: Carhenge.  Alte Autos stecken originalgetreu nach dem Stonhenge Muster im Boden, und vermarktet ist das ganze auch noch nicht richtig - eine Seltenheit bei so fotogenen Sehenswürdigkeiten. Weiter auf unserer Tour liegen noch Crazy Horse National Memorial, Mount Rushmore NM,  Badlands NP und der Theodor Roosevelt NP in North Dakota.
Etwas zäh zieht sich dann das letzte Stück bis zum Erreichen der Great Lakes - die Great Plains - flaches Land, links ein Heuballen, rechts eine  Kuh, das spart Filmmaterial :-(((
Weiter Richtung Osten, durch Minnesota, keine Highlights (ausser  Mississippi-Quelle am Itaska Lake) aber weiter Regen, leicht entnervt,  plötzlich Sonntag Abend 18 Uhr links raus, Casino gesehen am Lake/Minnesota (Indianerreservat!), kostenloser Parkplatz mit Stromanschluss, ins Casino rein, Heiner 75 Dollar gewonnen, Renate 50  verloren, also insgesamt noch im Plus.Lecker gekocht, (Heiner sagt jetzt "Bocuse" zu mir, geschlafen und  am nächsten Morgen scheint endlich wieder die Sonne.
 Dann eine Mammuttour (270 mi), weil wir unbedigt die Great Lakes erreichen wollen und abends stehen wir auf einem wunderbaren Campingplatz direkt am Lake Superior - die Welt ist wieder in Ordnung.

Leider wird unserer Ankunft in Duluth nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt, weil "Traumschiff" C. Columbus von Hapag Lloyd gerade vor Anker gegangen ist.
Da jedes der dort zahlreichen Indianerreservate  ein Casino hat, haben wir uns bezüglich der Übernachtungen für das Casino-Hopping entschieden, das heisst  Overnight-Camping, meist mit Strom und Wasser, direkt vor dem Casino, alles kostenlos. (Natürlich haben wir auch gegambelt).

Unsere Berechnungen haben ergeben, dass unser 6-Zylinder nur ca. 14 l verbraucht, das ist eine angenehme Überraschung.
Wir kaufen köstlichen frisch geräucherten smoked salmon und trout (die Great Lakes sind das grösste Süsswasserreservoir der Welt).
Freitag umrunden wir die Peninsula von Green Bay/Wisconsin, niedliche kleine Badeorte, Golfplätze, Leuchttürme und Sanddünen. Der See wirkt hier eher wie das Meer. An den geparkten Autos und der Kleidung der Gäste ist zu sehen, dass hier die upper class Urlaub macht.

Jetzt haben wir langsam genug frische Seeluft getankt und uns ist nach City. Also auf nach Chicago. Der Reiseführer sagt: Parken am Soldier Field, dann 30 Minuten downtown zu Fuss. Das wollen wir machen, aber 60 000 andere scheinen die gleiche Idee zu haben. Dann erfahren wir, dass auf dem Soldier Field gerade heute und gerade jetzt die Chicago Bears (Football Team) Saisoneröffnung haben, mit freiem Eintritt und $40 ! Parkgebühr. Wir ergreifen die Flucht und mieten uns für 4 Tage in einem Motel 6, ca. 45 Min. entfernt, ein.
Am nächsten Tag klappt es mit dem Parken. Chicago ist eine sehr schöne Stadt mit einer beeindruckenden Skyline. Natürlich sehen wir uns einen Sonnenuntergang vom Sears - Tower an, 443m hoch, machen eine Stadtrundfahrt und die Kameras laufen endlich wieder heiss. Abends gibt es  mal wieder TV und wir sind froh, noch nicht an der Ostküste zu sein, wo Wirbelsturm Floyd wütet.
Am 16. September, meinem Geburtstag, brechen wir auf, um die 250 mi nach Monroe/Michigan zu fahren, wo Shirley und George Steinman vom örtlichen Fotoclub auf uns warten (auch eine Internetbekanntschaft). Sie nehmen uns herzlich auf und beherbergen uns eine Woche auf ihrer Farm, reparieren Kleinigkeiten am Auto und Heiner bekommt eine Einweisung in das Treckerfahren.
Auch hier fällt der Abschied schwer, aber uns zieht es  weiter.